PBS-Report – März 2012

Stempel in Echtzeit
Das neue Stempelportal www.stempelguru.de zählt nach Aussage des geschäftsführenden Gesellschafters Matthias Eckstein zu den modernsten Systemen am Markt. Wir sprachen mit dem Initiator.

Das Besondere an der neuen Shoplösung Stempelguru.de ist die erste echte Verknüpfung des Online Handels mit dem klassischen stationären Handel, erklärt Matthias Eckstein, Geschäftsführer von Stempel Eckstein in Fürth. Er verweist dabei auf die Chancen, die eine Portallösung bietet. Der Fachhandel wird aktiv mit in den Verkaufsprozess einbezogen. Mit nur drei Klicks ist die komplette Stempelbestellung abgeschlossen. Matthias Eckstein erläutert im Interview die Details.

Mit Stempelguru.de bieten Sie ein neues Konzept. Welcher Gedanke steckt dahinter?
Eckstein: Der PBS-Fachhandel verliert zunehmend immer mehr Stempelkunden an reine Online-Versender. Sucht der Kunde in Google nach „Stempel“ erscheinen auf den ersten 40 Seiten kein einziger Suchtreffer von einem PBS-Fachhändler. Zwar haben viele Händler kostenlose Stempelshops auf ihrer Website verlinkt – diese sind aber für Suchmaschinen nahezu unbedeutend, da es sich hier um „Duplicate Content“ handelt und die Suchmaschinen diese Shops nicht berücksichtigen. Für den „Suchenden“ sind – wenn überhaupt – nur die Ergebnisse auf den ersten Seiten relevant. Alles was danach folgt sind Zufallstreffer. Fazit: Der potenzielle Kunde klickt auf einen der ersten Treffer und der Fachhandel hat das Nachsehen.
Wie wollen Sie gegen steuern?
Eckstein: Um eben keinen „Duplicate Content“ zu erzeugen, muss es ein Portal geben, das bei den relevanten Suchbegriffen entsprechend gut gelistet ist und den Fachhandel über eine lukrativen Provision mit einbezieht.
Wie sieht die Einbeziehung des Fachhandels aus?
Eckstein: Zum einen werden die Kunden immer preissensibler und versuchen nicht zuletzt bei den Versandkosten zu sparen. Hier setzen wir mit einem Punkt an, mit dem sogenannten „Store Pickup“. Der Kunde landet über einen relevanten Suchbegriff – beispielsweise über Google – bei stempelguru.de. Dort konfiguriert er seinen Stempel und beim Bestellabschluss hat er nun zwei Möglichkeiten. Entweder er lässt sich den Stempel für 4,90 Euro zusenden oder er kann einen Fachhändler in seiner Stadt auswählen und den Stempel dort abholen. So spart er sich das Porto. Dabei muss sich der Händler um nichts mehr kümmern, denn die Bezahlung erfolgte im Vorfeld. Dazu kommt noch der Vorteil, dass wir auf diesem Wege den Kunden in den Laden bringen und somit auch noch einen Zusatzumsatz generieren können. Der Händler selbst erhält eine Provision, die höher ist, wenn er bei uns auch seinen sonstigen Bedarf an Stempeln deckt oder etwas geringer, wenn er kein Kunde bei uns ist. Der zweite Weg ist ein Link von der Website des Händlers. Der Besucher gelangt über diesen Weg zu stempelguru.de. Somit ist dieser Kunde für immer dem Fachhändler zugeordnet. Bestellt der Kunde erst nach einem halben Jahr wieder direkt bei stempelguru.de, dann ist der zugeordnete Händler in unseren Stammdaten hinterlegt.
Wie ist der Bestellablauf im Shop gestaltet?
Eckstein: Hier sind wir ganz neue Wege gegangen. Bei den bekannten Shops wählt der Kunde zuerst ein Stempelmodell aus. Dieses kann er dann mit dem gewünschten Text versehen. Hier ist aber schon das erste Problem. Uns als Fachleuten ist es geläufig, was ein Trodat Printy 4913 oder ein Professional 5204 ist. Der Kunde muss sich aber erst durch die Modellpalette klicken. Es bleibt bei ihm immer noch eine restliche Unsicherheit, ob es nicht ein besseres Modell für seine spezielle Anwendung gegeben hätte.
Wir haben den Ablauf geändert. Der Kunde kann jetzt mit nur drei Klicks einen Stempel bestellen. Zunächst lassen wir den Kunden seinen Stempeltext eingeben. Entweder nur Text oder mit Logo oder mit Rahmen. Ist die Eingabe dann fertig, schlägt der Shop dem Kunden alle Modelle vor, die für den eingegebenen Text passen. Dies geht vom Holzstempel über einen Printy oder einen Professional oder einen Mobile Marker. Der Kunde bekommt auch gleich preislich einen Überblick und wählt sein Wunschmodell mit einem Klick aus der Liste aus. Alternativ kann der Kunde aber selbstverständlich auch über den klassischen Weg das Modell wählen und dieses dann konfigurieren.
Funktioniert das Gestaltungstool so wie man es von bisherigen Shops kennt?
Eckstein: Nein. Der Fokus lag bei der Konzeption des Gestaltungstools klar auf Benutzerfreundlichkeit – also auf der möglichst einfachen und intuitiven (Be-)Nutzbarkeit. Zunächst wird einfach nur – unabhängig von einer Gestaltung – der gewünschte Text eingegeben. Schon während der Texteingabe sieht der Besucher die Vorschau, ohne dass ein „Refresh-Button“ geklickt werden muss. Im nächsten Schritt werden dem Kunden dann 24 fertige Templates – also Gestaltungsvorschläge – in Echtzeit mit seinem eingegebenen Text angezeigt. Wenn er einen reinen Textstempel möchte, klickt er einfach auf das Template seiner Wahl und kommt dann zu der vorgenannten Produktauswahl. Soll der Stempel mit Logo sein, klickt der Kunde auf das entsprechende Template mit Logo links, mittig oder rechts und kann dann entweder ein eigenes Bild hochladen oder ein Piktogramm aus der Bilddatenbank wählen.
Wie ist das Sortiment gestaltet und wie kann es der Handel im Alltag einsetzen?
Eckstein: Der Shop bietet ein Vollsortiment aus dem gesamten Stempelprogramm. Für die Industrie sind beispielsweise alle erdenklichen Spezialfarben gelistet. Ausführliche Produktbeschreibungen und Datenblätter sowie das sogenannte Cross Selling bieten dem Kunden eine optimale Beratung. So wird beispielsweise bei einer Spezial-Stempelfarbe auch das passende Kissen vorgeschlagen. Der Handel bekommt hiermit die höchste Kompetenz, da er auch für speziellste Anforderungen Artikel liefern kann. Darüber hinaus dient das System als „Online-Katalog“ und auch als Bestellplattform für den Handel.
Wie können Sie die Anforderungen von großen Händlern mit dem Thema E-Procurement erfüllen?
Eckstein: Für Streckenhändler oder Händler mit einem großen Stempelvolumen kann das gesamte System als geschlossene Lösung angeboten werden. Über die entsprechenden Schnittstellen kann der Shop an bestehende Systeme des Endkunden angebunden werden.